Die 9. KlimaWoche Bielefeld

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8. KlimaWoche Bielefeld ehrt zum 6. Mal den Klimapreis.

Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG stellt erneut den ECO-Award

 

Bielefeld, 01.12.2016: Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG stellt zum fünften Mal den ECO-Award, der jährlich bei der KlimaWoche in Bielefeld vergeben wird. Der Preis richtet sich an Projekte von Bildungseinrichtungen aus Ostwestfalen-Lippe, die sich mit den Themen Klima- und Umweltschutz auseinandersetzen.

„Klimaschutz geht jeden etwas an“, weiß PSD-Vorstandsmitglied Norbert Kerkhoff. „Denn diese Welt ist nur zu retten, wenn alle einen Beitrag leisten – Privatpersonen, die öffentliche Hand, aber auch die regionale Wirtschaft.“ Daher unterstütze die PSD Bank bereits seit 2011 die jährliche KlimaWoche Bielefeld mit dem ECO-Award.

Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG stellte zum sechsten Mal die Preisgelder. Zum zweiten Mal vergab die EnergieAgentur.NRW einen Sonderpreis für besonders praxisorientierte Projekte mit einer Exkursion in den Klimapark Rietberg als Preis. Die Preise wurden im Rahmen des Big Band-Konzerts der Friedrich-v. Bodelschwingh Schulen am 1. Dezember in der Hechelei überreicht und dürfen ausschließlich für Klimaschutz-Aktivitäten verwendet werden. Der ECO-Award steht unter der Schirmherrschaft der Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold.

 

Dies sind die Preisträger des ECO-Awards 2016

1. ESPA Berufskolleg Münster – Projekt: Mr. Proper / Sauberfee

2. Realschule Aspe – Projekt: Grünes Klassenzimmer Bad Salzuflen – Knetterheide

3. Mamre-Patmos-Förderschule Bielefeld Bethel – Projekt: „Styling 1 for 2“

• Sonderpreis der EnergieAgentur.NRW: Plaßschule (Grundschule) Bielefeld – Projekt: Achtsam werden – verantwortlich handeln – neue Wege gehen!

 

Vorstellung der Projekte und Jury-Urteile

 

1. ESPA Berufskolleg Münster – Projekt Mr. Proper / Sauberfee

Urteil der Jury: Das ESPA Berufskolleg hat einen klar erkennbaren, ganzheitlichen Ansatz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und ein zielgerichtetes Nachhaltigkeitsleitbild der Schule. In der Live-Präsentation am 14.09.16 am Tag der Bildung der KlimaWoche wurden alle Aspekte der Projekte anschaulich und sachkundig von den Projektteilnehmern erklärt. Ein verdienter erster Platz (mit einer Wildcard für ein Projekt aus dem Regierungsbezirk Münster aufgrund des großen und überzeugenden Engagements am Tag der Bildung in Bielefeld).

Projektname: Mr Proper/Sauberfee

Projektsprecherin: Ulrike Ostermann, ulrike_ostermann@gmx.net

Einrichtung: ESPA Berufskolleg, Coerdestraße 60/68, 48147 Münster, Telefon: 0251 703769-0

 

  • Aus wie vielen Teilnehmern besteht euer Team?
    ca. 20 Schülerinnen und Schüler, Hausmeister, 1 Lehrkraft , Schulleiter
  • Worin besteht der Innovationscharakter eures Projekts für den Klima- und Umweltschutz?
    Nahezu alle Schüler/innen unseres Berufskollegs werden für umwelt- und gesundheitsrelevante Themen sensibilisiert und verantwortlich in die schulischen Abläufe integriert. -Partizipation aller Schülerinnen und Schüler -Die Lernenden werden befähigt als Multiplikatoren in ihren sozialpädagogischen Berufen verantwortliches, nachhaltiges Verhalten weitertragen zu können. -Identifikation der Lernenden mit dem Leitbild der Schule
  • Welche Aspekte von Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) werden von eurem Projekt besonders berücksichtigt?
    Energiewirtschaftliche Optimierung der Klassenräume und Verbesserung der Raumluft – Gesundheitsförderung der Schüler/innen – Müllvermeidung und Mülltrennung – Senkung des Papierverbrauchs – Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit
  • Wie versucht ihr andere zum Mitmachen zu motivieren?
    Jede Klasse wählt einen Mr Proper und eine Sauberfee, die ihre Mitschüler/innen in den schulinternen Gremien vertreten (z.B. Konferenz “Ökoparlament“).
  • Wie macht ihr euer Projekt bekannt (Medien, Internet etc.)?
    Beteiligung an Wettbewerben z.B. Kick-Projekt der Stadtwerke Münster, Beteiligung am Tag der Bildung innerhalb der Klimawoche Bielefeld, Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft für nachhaltige Bildung des Schulträgers, Kooperation mit den Schulen des Schulträgers, außerschulische Kooperationspartner z.B. Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Münster, Vamos e.V.
  • Weitere Planung des Projekts
    Weitere Optimierung des Konzeptes Konsequente Umstellung auf Recycling-Papier, Senkung des Kopier-Umfanges, Energieeinsparungen

2. Realschule Aspe – Projekt: Grünes Klassenzimmer Bad Salzuflen-Knetterheide

Urteil der Jury: Die Realschule Aspe hat es in einer einzigartigen Art und Weise geschafft, die Schule neu zu erfinden und anhand des Projekts durch eine einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit das Bildungsquartier am Standort der Realschule neu zu etablieren und innovativ weiterzuentwickeln. In der Live-Präsentation am 14.09.16 am Tag der Bildung der KlimaWoche erklärten die Schülerinnen und Schüler das Projekt überaus und verständlich. Ein großartiger zweiter Platz für dieses kooperative und wertvolle Projekt.

Projektname: Grünes Klassenzimmer Bad Salzuflen-Knetterheide

Projektsprecherin: Silke Miesler, silke.miesler@web.de

Einrichtung: Realschule Aspe, Paul Schneider Straße 5, 32107 Aspe, Telefon: 05222-622

 

  • Aus wie vielen Teilnehmern besteht euer Team?
    Akteure dreier Bildungsinstitutionen (Kita-GS-RS)
  • Worin besteht der Innovationscharakter eures Projekts für den Klima- und Umweltschutz?
    Im Rahmen einer mehrjährigen Projektarbeit ist es durch bildungsketten-übergreifende Arbeit gelungen, ein 4000qm großes Areal als gemeinsamen, lebendigen Lernort zu etablieren. Wir können nun selbstbewusst behaupten, dass unsere Bemühungen, mit all ihren Facetten und positiven Effekten nicht nur uns Freude bereitet, sondern auch, aufgrund seiner Besonderheit, zur Nachahmung empfohlen wird. Durch unsere Form der Zusammenarbeit ist der Begriff eines Bildungsquartiers mit Leben gefüllt.
  • Welche Aspekte von Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) werden von eurem Projekt besonders berücksichtigt?
    Hier ein stichwortartiger Auszug: Ökologie: Der Lernort spricht für sich! Ökonomie: Produkte aus dem Garten (Honig, Pflaumenmus, Most und Kuchen) werden verkauft! Soziales: Klein-Groß-Größer arbeiten achtsam zusammen!
  • Wie versucht ihr andere zum Mitmachen zu motivieren?
    Unsere Freude an der Gestaltung und Pflege des Gartens hat eine eigene Anziehungskraft, die Kinder und Erwachsenen zum Mitmachen anregt.
  • Wie macht ihr euer Projekt bekannt (Medien, Internet etc.)?
    Die Präsenz in Presse und Internet ist uns sehr wichtig. http://www.aspereal.de/home/navi/schule/unsere/unsere04
  • Weitere Planung des Projekts
    Unsere aktuelle Arbeit ist so vielfältig, dass wir schonend mit unseren Ideen und Ressourcen umgehen müssen. Daher würden wir uns über eine preiswürdige Anerkennung freuen ;-))

 

 

3. Mamre-Patmos-Förderschule Bielefeld Bethel – Projekt: „Styling 1 for 2“

Urteil der Jury: Die Mamre-Patmos zeigt mit ihrem inklusiven Projekt die Bedeutung nachhaltig hergestellter Kleidungsstücke. Für ein T-Shirt wird in etwa so viel CO2 ausgestoßen, wie ein Smart mit Verbrennungsmotor auf 100 km ausstößt. In der Live-Präsentation am 14.09.16 am Tag der Bildung der KlimaWoche konnten die Gäste das Projekt anhand der Kleiderbörse „Styling 1 for 2“ hautnah erleben und die Projektteilnehmer zeigten in der Praxis, wie sie ihr Projekt umsetzen. Ein schöner dritter Platz dieses charmanten Projekts mit viel Herz und Verstand.

Projektname: "Styling 1 for 2"

Projektsprecherin: Ines Heinemeyer-Walther, inesh.-walther@t-online.de

Einrichtung: Mamre-Patmos-Schule Förderschule, Maraweg 29, 33617 Bielefeld, Telefon: 0521-144-3674

 

  • Aus wie vielen Teilnehmern besteht euer Team?
    12 SchülerInnen der Berufsorientierungsstufe (BOS 7) und Frau H.-Walther
  • Worin besteht der Innovationscharakter eures Projekts für den Klima- und Umweltschutz?
    Jede/r kann seinen Teil für ein nachhaltigeres Leben zum Schutz unseres Lebens beitragen. Auch Menschen mit einer Behinderung können und sollten sich einbringen. "Kleidung" ist ein wichtiges Thema auch unter Jugendlichen mit Behinderung. Gut gekleidet zu sein ist eine Lebensqualität! Erschrocken waren wir darüber, wo und wie unsere Kleidung, die wir zu 95% tragen hergestellt wurde und wie wenig wir als Nutzer darauf Einfluss haben. Daraus entstand diese Schüler-Idee: In der "Styling 1 for 2 " Tauschbörse können alle Interessierten aus der Schule aussortierte, gut erhaltene Kleidungsstücke abgeben. Ohne Geld kann sich so ein "neues" anderes Outfit ausgesucht werden. Viele glückliche Kunden sind bereits unsere Rückmeldung!
  • Welche Aspekte von Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) werden von eurem Projekt besonders berücksichtigt?
    Wir versuchen mit dieser Idee eine Sensibilisierung zu schaffen, die eine größere Wertschätzung zur Herstellung unserer Kleidung voraussetzt. Unsere Kleiderschränke sind meist überfüllt. Unsere Idee des Tauschens gibt Kunden die Möglichkeit auch ohne finanziellen Aufwand sich anders zu kleiden, Neues auszuprobieren. Die Dienstleistung der berufsorientierten SchülerInnen z.B. Stylingberatung im Kundenkontakt, die Wäschepflege etc. sind oft Förderziele in und an einer Förderschule. Gerne freuen wir uns auch, wenn Kunden von außerhalb unsere Idee für sich nutzen. Immer freitags am fairtrade Tag in der Mamre-Patmos-Schule. Ein fairtrade-Kiosk wird parallel als Projektunterricht mit Kaffee und Schokolade angeboten.
  • Wie versucht ihr andere zum Mitmachen zu motivieren?
    Kontakte zu benachbarten Schulen sind aufgenommen und stoßen auf Interesse. Auch Ball- z.B. Abiball-Kleidung, Hemden und Anzüge können die Jugendlichen tauschen.
  • Wie macht ihr euer Projekt bekannt (Medien, Internet etc.)?
    Im Unterricht haben die Schülerinnen sich für die Herstellung eines Handzettels und Plakatentwurfes entschieden. Ein eigenes Logo wurde entworfen.
  • Weitere Planung des Projekts
    Aktuell bereiten wir die Erntedank-Andacht zum Thema "fairtrade" an unserer Schule vor, um unsere Ideen noch bekannter zu machen.

 

 

Sonderpreis der EnergieAgentur.NRW: Plaßschule (Grundschule) Bielefeld – Projekt: Achtsam werden – verantwortlich handeln – neue Wege gehen!

Urteil der Jury: Die Plaßschule wird mit dem Sonderpreis des ECO-Awards nach dem ersten Platz beim ECO-Award in 2013 erneut ausgezeichnet. Die Projekte zum Erhalt des Regenwaldes wurden konsequent mit einer großen Vernetzung und einer vorbildhaften Schüleraktivierung weiterentwickelt. In der Live-Präsentation am 14.09.16 am Tag der Bildung der KlimaWoche überzeugten die Schülerinnen und Schüler mit einer lebhaften und verständlichen Vorstellung ihres Projekts. Ein sehr verdienter Sonderpreis für die Plaß-Grundschule aus Bielefeld.

Projektname: Achtsam werden – verantwortlich handeln – neue Wege gehen!

Projektsprecherin: Heike Klinger, klinger.plass@outlook.de

Einrichtung: Plaßschule, Meyer-zu-Eissen-Weg 4, 33611 Bielefeld, Telefon: 0521-5579910-10

 

  • Aus wie vielen Teilnehmern besteht euer Team?
    Aus der ganzen Schulgemeinschaft: 280 Schüler und deren Eltern, Lehrer, OGS Mitarbeiter, Hausmeister und Reinigungspersonal
  • Worin besteht der Innovationscharakter eures Projekts für den Klima- und Umweltschutz?
    Unser Projekt ist im Schulprogramm als Waldpapier-Projekt verankert. Unser Umweltprojekt soll die Schüler während ihrer gesamten Plaßschulzeit begleiten. In jedem Schuljahr wird den Kindern das Thema „Wald“ unter Berücksichtigung verschiedener Umweltaspekte nahe gebracht. Wir wollen einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Leben anbahnen. Nicht nur Reden, sondern Handeln. Im Schulalltag wird viel Papier verbraucht. Unsere Umstellung auf Recycling-Produkte hilft mit, die Wälder zu schützen und Energie zu sparen. Durch den Sammelverkauf von Umweltheften verdienen wir Geld, welches wir zum „Freikauf“ von Regenwald in Costa Rica einsetzen. Somit können die Kinder im Laufe der Grundschulzeit die Früchte ihres veränderten Handelns erleben. Das motiviert und sensibilisiert für weitere globale Zusammenhänge in anderen Bereichen, die wir zusätzlich thematisieren und möglichst in Handlungen umsetzen, wie im letzten Jahr unsere "Deckelsammelaktion gegen Polio".
  • Welche Aspekte von Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) werden von eurem Projekt besonders berücksichtigt?
    Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit den Wäldern dieser Erde und den Themen "Urwaldschutz" und "Klimaveränderung". Was hat der Wald mit Papier zu tun? Papier wird aus Holz gemacht. Dabei werden auch andere Ressourcen (Wasser und Energie) verbraucht. Unsere Konsumgewohnheiten haben weltweite Auswirkungen. Für unseren Papierverbrauch werden Wälder in anderen Ländern abgeholzt. Durch unser Waldpapier-Projekt können wir vernetztes Denken und globales Lernen ermöglichen. Das Umweltbewusstsein und das umweltrelevante Konsumverhalten soll nachhaltig auf der ökologischen, ökonomischen und sozialen Ebene lokal mit einem globalen Bezug beeinflusst werden. Im Einzelnen sollen die Schüler im Rahmen eines unterstützenden sozialen Umfeldes positive, das heißt nachhaltige Konsumgewohnheiten einüben und hierbei Selbstwirksamkeitserfahrungen sammeln können.
  • Wie versucht ihr andere zum Mitmachen zu motivieren?
    Durch einen ganzheitlichen Zugang zum Thema "Wald" wollen wir eine achtende und wertschätzende Haltung fördern (forschend, handelnd, spielerisch, kreativ, fächerübergreifend). Zu unserer näheren Schulumgebung gehört der Meyerwald. Hier erforschen die Schüler in regelmäßigen Unterrichtsgängen das Ökosystem Wald. Interessierte Schüler können sich darüber hinaus im Klimaclub engagieren, wo sie neue Ideen umsetzen. Sie werden zu Klimabotschaftern ausgebildet und nehmen an übergeordneten Veranstaltungen teil, wo sie Gleichgesinnte kennen lernen können.
  • Wie macht ihr euer Projekt bekannt (Medien, Internet etc.)?
    Gemeinsam erreichen wir mehr! Deshalb machen wir unser Projekt bekannt und vernetzen uns mit anderen, die ähnliche Ziele haben ( Akademie "Plant-for-the-Planet", Energiesparschulen, Firmen, Waldbesitzer, Bildungseinrichtungen, Netzwerk "Abfall sparen macht Schule", Netzwerk "Bildung für Nachhaltige Entwicklung", Kooperation mit dem Welthaus Bielefeld…). Die Zusammenarbeit bereichert unseren Horizont und beflügelt unsere Kreativität, weiterhin auf vielen Wegen aktiv zu werden. Über unsere Aktivitäten berichten wir auf unserer Homepage www.plassschule.de und informieren die lokale Presse.
  • Weitere Planung des Projekts
    Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Verschiedene Klassen können individuelle Ideen umsetzen, bei der Durchführung der Waldtage, an Projekttagen, der Öffentlichkeitsarbeit und der Präsentationen des Verkaufsstands. Authentische Umwelterfahrungen im Wald, experimentelles entdeckendes Lernen, Umweltschutzarbeiten, Beurteilungs- und Handlungskompetenzen werden erworben. Das umweltrelevante Konsumverhalten soll beeinflusst und Selbstwirksamkeitserfahrungen gesammelt werden. Achtsam werden – verantwortlich handeln – neue Wege gehen!