Treff & Start | Grundschule 1
Schulgelände der teilnehmenden Grundschule
- Referent: Mareike Zizka
- Dauer: ca. 90 Minuten
Am Tag der Artenvielfalt möchte die KlimaWoche Bielefeld, in Kooperation mit dem vom Bund geförderten Projekt BieNe, zwei Grundschulklassen die Möglichkeit bieten, auf spielerische Art zu erfahren, wie wir unsere Städte zu einem lebenswerteren Raum für blütenbesuchende Insekten machen können. Die Aktionen finden vor Ort in den teilnehmenden Schulen statt und dauern 60 bis maximal 90 Minuten.
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Darüber hinaus wird Dr. Nils Hasenbein, von der Fakultät für Biologie, erneut Schüler*innen die Möglichkeit bieten den Schulgarten der Uni Bielefeld und die dort zu entdeckende Insektenwelt zu erkunden. Und zu entdecken gibt es dort jede Menge, wenn man einmal genauer hinschaut.
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Exkursion für Grundschulen
Mareike Zizka | Projekt BieNe
Exkursion für Schüler:innen der Klassen 10-13
Dr. Nils Hasenbein
Exkursion für Grundschulen
Mareike Zizka | Projekt BieNe
Exkursion für Schüler:innen der Klassen 10-13
Dr. Nils Hasenbein
Exkursion mit Mareike Zizka
Projekt BieNe
Die meisten von uns sehnen es herbei, dass nach dem Winter die Tage länger werden und die Natur zu neuem Leben erwacht. Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse machen den Anfang und schon bald wandelt sich alles um uns herum von grau zu grün, begleitet von Blüten in den verschiedensten Formen und Farben.
Das nehmen wir oftmals als selbstverständlich hin, ohne uns Folgendes bewusst zu machen. Wild- und Zierpflanzen sowie die Erträge vieler Nutzpflanzen sind maßgeblich von der Unterstützung vieler kleiner Helfer abhängig: Insekten. Um genau zu sein, die blütenbesuchenden Insekten. Zu ihnen zählen z.B. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Leider haben es viele Insektenarten in unseren Städten nicht leicht. Häufig fehlt es zwischen versiegelten Flächen an ausreichenden Nahrungsquellen und Nistplätzen, um sich selbst und ihre Larven zu versorgen.
Am Tag der Artenvielfalt möchte die KlimaWoche Bielefeld, in Kooperation mit dem vom Bund geförderten Projekt BieNe (Bielefelder Netz für Blütenbesucher, www.projekt-biene.de), zwei Grundschulklassen die Möglichkeit bieten, auf spielerische Art zu erfahren, wie wir unsere Städte zu einem lebenswerteren Raum für blütenbesuchende Insekten machen können. Die Aktionen finden vor Ort in den teilnehmenden Schulen statt und dauern 60 bis maximal 90 Minuten.
Darüber hinaus besteht für teilnehmende Schulen die Möglichkeit, in einer längerfristigen Kooperation mit dem Projekt BieNe eine Fläche auf ihrem Gelände insektenfreundlich umzugestalten. Eine kleine Fläche von 2-3 Quadratmetern kann dafür schon ausreichend sein. Hierdurch wird das Ziel des Projekts unterstützt und ein dauerhafter Naturerlebnisraum für die Schüler*innen geschaffen.
Hauptziel des Projektes BieNe ist die Aufwertung des Siedlungsraumes im Bereich der Stadt Bielefeld als Lebensraum für blütenbesuchende Insekten. Eigentümerinnen und Eigentümer von Gärten und anderen Grünflächen werden zu konkreten Verbesserungsmaßnahmen angeregt.
In der Summe aller Projektmaßnahmen soll auf öffentlichen und privaten Flächen ein Netz wertvoller Insekten-Lebensräume entstehen, das Bielefelder Netz („BieNe“). Die Ergebnisse des Projektes können außerdem anderen Initiativen oder Projekten als Vorbild dienen.
Exkursion mit Dr. Nils Hasenbein
Fakultät für Biologie Universität Bielefeld
Wie bereits bei der ersten Ausgabe des Tags der Artenvielfalt im vergangenen Jahr, wird Dr. Nils Hasenbein, von der Fakultät für Biologie, erneut Schüler*innen die Möglichkeit bieten den Schulgarten der Uni Bielefeld und die dort zu entdeckende Insektenwelt zu erkunden. Und zu entdecken gibt es dort jede Menge, wenn man einmal genauer hinschaut:
Über 33.000 Insektenarten gibt es alleine in Deutschland. Damit machen sie 3/4 aller hiesigen Tierarten aus. Aber sowohl die Zahl an unterschiedlichen Arten, als auch die Bestände einzelner Arten sind rückläufig. Je nachdem, welche Quellen zugrunde gelegt werden, erleben wir einen dramatischen Rückgang. Neben dem Klimawandel ist die intensive Landwirtschaft eine der wichtigsten Ursachen für den Rückgang der Populationen und der Artenvielfalt. (Quelle: BUND Insektenatlas, 2. Auflage, 2020).
Aber die Landwirtschaft, die durch Monokultur und Pestizide den Insekten das Leben schwer macht, ist dringend auf die Bestäubung von Nutzpflanzen und die Verbesserung der Bodenqualität durch selbige angewiesen. Diese Ökosystemdienstleitungen werden oft als selbstverständlich hingenommen, so lange sie uns von der Natur kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Gesehen werden zumeist die negativen Seiten wie Ernteverluste, die natürlich auch durch Insekten verursacht werden.
Neben dem Entdecken der Tier- und Pflanzenwelt des Schulgartens wird bei der diesjährigen Veranstaltung darum im Fokus stehen, welche Rolle Insekten in der Landwirtschaft spielen und wie wir unsere Städte und Kulturlandschaften wieder lebenswerter für sie machen können.
Dr. Nils Hasenbein ist Biologe und beschäftigt sich in seinen Seminaren an der Universität Bielefeld mit Schulgärten, sozialen Insekten und biologischen Exkursionen. Im Nachhaltigen Semester gibt er Einblicke in sein Fachbietet für ein breiteres Publikum.
Hinweis: Alle angebotenen Exkursionen am 15.05. sind bereits ausgebucht. Aufgrund begrenzter Kapazitäten können wir nicht allen interessierten Schulen die Teilnahme an diesem Tag ermöglichen. Bei ihrem Interesse prüfen wir gerne in Absprache mit den Anbietern die Möglichkeit alternativer, individueller Termine.
Tag der Artenvielfalt: Einblicke in die Vielfalt des Lebens
In der Natur existieren Millionen von Arten, von denen viele noch nicht einmal entdeckt wurden. Diese Artenvielfalt ist von entscheidender Bedeutung für das Funktionieren der Ökosysteme und damit auch für das Wohlergehen der Menschen. Verschiedene Arten erfüllen unterschiedliche ökologische Funktionen und tragen zur Stabilität und Resilienz von Ökosystemen bei. Sie beeinflussen unter anderem den Kreislauf von Nährstoffen, die Bestäubung von Pflanzen, den Schutz vor Schädlingen und Krankheiten sowie die Regulierung des Klimas.
Die Insektenvielfalt hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Das können wir alle beobachten, z.B. an den sauberen Autoscheiben. Wir brauchen aber nicht tatenlos zusehen, sondern können mit kleinen Maßnahmen im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf dem Vereins- oder Firmengelände viel für Insekten bewirken.
Wichtig sind vor allem ein Blütenangebot mit geeigneten Pflanzen und Strukturen, die als Brutraum und Überwinterungsquartier dienen. Im Vortrag werden Hinweise gegeben, was jede/r Einzelne von uns tun kann und wo es weitere Informations- und Beratungsangebote gibt.
Artenvielfalt umfasst eine breite Palette von Lebewesen, einschließlich: